Regierungshandeln, Einfluß der Bürger


Sehr geehrter Prof. Dr. Lammert,

dass unser Land schlecht regiert wird, ist kein Geheimnis, wie wenig Einfluß der eigentliche Souverän, das Volk, darauf nehmen kann, leidvolle tägliche Erfahrung.

Die Situation ist ernst. Immer wieder öffnen sich neue Problembereiche. Wir Bürger ärgern uns. Wir diskutieren. Wir schreiben Briefe an Politiker und Medien. Wir wehren uns dagegen, weiter schlecht regiert zu werden. Was hilft es? Nichts! Und die Kluft zwischen Exekutive/Legislative und Volk wird täglich größer, der Ruf nach Änderung lauter.

„Was hilft alle Erkenntnis, wenn die Kraft fehlt?“

fragte Theodor Storm vor etwa 150 Jahren. Täuscht der Eindruck, dass es in Deutschland an dieser Kraft fehlt? Woher soll diese Kraft überhaupt kommen?

Aus der Regierung? Aus den Parteien? Schon heißt es: Wir haben die schlechteste Regierung, die Deutschland seit Gründung der BRD hatte. „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“; so heißt es fälschlich. Wenn das nun so sein sollte – wie müssen wir das ändern?

Wir sind zwar kein Volk von Revolutionären. Aber ein Rest von Selbstbewusstsein, der sollte – trotz Umerziehung, Geschichtsklitterung, political correctness – schon noch geblieben sein. Also müssen wir handeln, legal und aus dem System heraus handeln. Wir – das Volk! Wenn es die Politik in ihrer, entschuldigen Sie, unerträglichen Abgehobenheit schon nicht tut.

Wenn Gespräche mit Abgeordneten, schriftliche Äußerungen, konstruktive Vorschläge keine Wirkungen zeigen – zumeist gibt es überhaupt keine Reaktionen! – dann gibt es nur eine Möglichkeit: Die Änderung des Wahlsystems. Weg von dem Mischsystem, weg von der Verhältniswahl und ihren undurchsichtigen Listen! Hin zu einer reinen Direktwahl, die klare Verantwortlichkeiten schafft und zugleich ein übersichtliches Qualitätsaudit bietet.

Dieses vielfach geschundene Land hat es wirklich verdient, endlich wieder gut regiert zu werden!

Bitte, sehr geehrter Prof. Lammert, helfen Sie uns dabei! Machen sie Ihren Einfluß in Partei, Bundestag und auch Regierung geltend! Und werfen Sie bitte einen Blick in meine Homepage www.menschen-im-osten.de, in der ich mich um eine hoffentlich überzeugende Begründung für die Änderung der deutschen Schieflage bemüht habe. Die Reaktionen jedenfalls, die ich bis heute erhalten habe, sprechen eine deutliche Sprache! Immer mehr Menschen haben es einfach satt, dieses politische „business as usual“ weiter hinzunehmen oder gar zu unterstützen.

Ich grüße Sie mit großer Hoffnung auf eine überfällige Revision!

Ihr Lutz Radtke



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Zitate zur Lage

Der Versuch, eine Aufarbeitung der Vertreibung der Deutschen zu unterbinden, weil dies angeblich einer "Aufrechnung" gleichkomme, verkennt die Menschenrechte der Vertriebenen und somit schließlich der übrigen Menschen. Es ist Hohn und Unbarmherzigkeit den Opfern gegenüber. Der Vorwurf der Aufrechnung kommt aus der Waffenkammer des Totalitarismus, in dem das Individuum nichts gilt. Der Vorwurf der Aufrechnung bedeutet Diffamierung und zugleich eine Einschüchterung der Opfer…
(Prof. Alfred M. de Zayas, US-Völkerrechtler und Historiker)